Kreative Ideen der Berliner Designerin Esther Perbandt

Berlin ist seit jeher für seine talentierten Modedesigner bekannt, die mit ihren kreativen Ideen die Modewelt bereichern. Seit Jahren ist die Nachfrage nach den Kreationen der deutschen Designerin Esther Perbandt ungebrochen. Sie gründete ihre gleichnamige Marke im Jahr 2004. Kritiker loben das charakteristische Design, die perfekte Verarbeitung und den genialen Einsatz von Stoffen, die einen unverwechselbaren Stil schaffen. Alle Kollektionen zeichnen sich durch feine Farbtöne und klare Linien aus, sei es bei Kleidung oder Accessoires. Berlinerinnen und Besucherinnen der Stadt konnten bereits ihre schwarzen Kollektionen und performativen Präsentationen erleben, bei denen transparente Stoffe mit schwerem Design kombiniert werden. Der Weg zum Erfolg war nicht einfach, doch Esther fand ihre Nische und behauptet ihre Position dank Kreativität und Fantasie. Mehr dazu auf berlinka.info.

Wie hat sie sich einen Namen gemacht?

Esther Perbandt wurde in Berlin in eine Musikerfamilie geboren. Sie studierte Modedesign an der Universität der Künste Berlin und erwarb anschließend einen Masterabschluss in Mode- und Textildesign in Paris. Sie wollte ihre Fähigkeiten im anerkannten Zentrum der Modewelt perfektionieren und arbeitete anderthalb Jahre als Designerin bei der französischen Marke „Chacok“. Eine ihrer Markenzeichen ist die geschickte und unkonventionelle Verwendung der Farbe Schwarz. Ihre Marke gründete sie 2004, nahm an verschiedenen Modeschauen teil und organisierte im Januar 2010 ihre erste eigene Show. Die Kreativität ihrer Modelle wurde geschätzt, und es folgten zahlreiche Aufträge. 2014 entwarf Esther Arbeitskleidung für die Komische Oper Berlin und arbeitete mit namhaften Künstlern aus den Bereichen Musik, Film und Fotografie zusammen.

Große Bekanntheit erlangte sie durch ihre eigene Modenschau im Januar 2017 in der Volksbühne Berlin. Drei Jahre später war sie eine von zwölf Teilnehmerinnen der internationalen Designer-Castingshow „Making the Cut“ mit Heidi Klum und Tim Gunn auf Prime Video. Esther war die einzige deutsche Teilnehmerin, und ihre Kollektionen erregten die Aufmerksamkeit der Jury, darunter auch Supermodel Naomi Campbell. Esther betonte, dass ihr Brand für drei Dinge bekannt ist: die Farbe Schwarz, Stil und originelle Musik.

Ein verwirklichter Kindheitstraum

In einem Interview mit der Online-Zeitschrift „Harpersbazaar.kz“ verriet Esther, dass sie schon als Kind davon träumte, Designerin zu werden. Dieser Gedanke kam ihr mit 12 Jahren und ließ sie nie wieder los. Erwachsene glaubten, es sei nur eine Phase, was Esther sehr verletzte. In ihrer Freizeit experimentierte sie stundenlang mit Kleidung, statt Bücher zu lesen oder Cartoons zu schauen. Sie kombinierte verschiedene Teile, probierte sie an und entwarf Accessoires für verschiedene Looks. Damals erkannte sie, wie Kleidung zur Verwandlung beitragen kann. Ihre Studienzeit, die Ausbildung in Paris und die Arbeit in Frankreich bezeichnete sie als einen langen Marsch, um ihre Fähigkeiten zu verfeinern. Als sie 2003 nach Berlin zurückkehrte, wusste sie sofort, dass dies ihre Chance war, ihre eigene Welt des Designs zu schaffen.

Esther fügte hinzu, dass auch ihre familiären Umstände ihre Berufswahl beeinflussten. Ihre Mutter trug weder Schmuck noch Spitzenunterwäsche, lehnte Make-up und auffällige Maniküre ab. Sie erklärte, dass solche Prinzipien für ihre Generation von großer Bedeutung seien, um als gebildete Frau angesehen zu werden. Esther war sich sicher, dass sie alles tun würde, damit Frauen sich schön fühlen. Ihre Vorbilder waren Helmut Lang und später Ann Demeulemeester sowie die „Antwerp Six“.

Woher nimmt sie ihre Inspiration?

Esther Perbandt sucht kreative Ideen im Arbeitsprozess. Sie erklärte, dass interessante Einfälle jederzeit kommen können: in der Küche, im Bad oder beim Spazierengehen. Modezeitschriften kauft sie nicht, um sich vor einer Informationsflut zu schützen, blättert jedoch gelegentlich in ihnen. Sie hat den Eindruck, dass viele Kollektionen gleich aussehen, weshalb Kataloge sie nicht mehr so faszinieren wie früher. Auf die Frage, was sie tun würde, wenn ihre Ideen versiegen, antwortete sie immer, dass das nicht passieren werde, da die Ideen stets in ihrer Nähe seien.

Esthers Mutter arbeitete eine Zeit lang an Projekten in Russland und lud auch ihre Tochter ein. Anfangs war Esther von der Idee begeistert und begann sogar, Russisch zu lernen. Sie interessierte sich für die Arbeit russischer Couturiers, hatte jedoch Schwierigkeiten, sofort ein Praktikum zu finden. Später halfen Bekannte, eine Stelle in Moskau zu finden, wo sie im Stil des russischen Avantgardes der 1920er Jahre arbeitete. Dieser Erfahrung verdankte sie wertvolle Erkenntnisse, die sie später in Paris dazu nutzte, ihre Werke eleganter und femininer zu gestalten.

Wie entstehen ihre Kollektionen?

Esther erklärte, dass ihr für einen nachhaltigen Brand die nötigen Zertifizierungen fehlen, sie aber dennoch äußerst verantwortungsbewusst arbeitet. Sie verwendet ausschließlich GOTS-zertifizierte Stoffe. Wenn sie Wolle benötigt, untersucht sie genau die Herkunft und Verarbeitung des Materials. Polyester verwendet sie nur in minimalen Mengen. Früher fuhr sie zweimal im Jahr mit neuen Kollektionen nach Paris und stellte Lieferkalender auf. Schließlich entschied sie, dass schwarze Designs immer klassisch bleiben und überflüssige Mühen nicht nötig seien.

Esther wollte Schutzkleidung für Frauen entwerfen, in der sie sich stark und schön fühlen. Obwohl sie oft Kritik erhält, dass ihre Kollektionen stärker an aktuelle Modetrends angepasst werden sollten, bleibt sie ihrer Authentizität treu. Änderungen nimmt sie nur dann vor, wenn sie es selbst für richtig hält. Dies gilt auch für die Stoffauswahl. Bei Wettbewerben wurde bemängelt, dass sie nur matte Materialien verwendet und auf Kunststoff, Polyester oder PVC verzichtet. Nach ihrer Teilnahme an der internationalen Show entschied sie jedoch, einige ihrer Kollektionen zu überarbeiten. Wichtige Unterstützung erhielt sie dabei vom „Hessnatur Stiftung – Institute for Applied Sustainability“.

Erkenntnisse aus „Making the Cut“

Esther nahm an der Show teil, um ihren Brand zu präsentieren und gleichzeitig dazuzulernen. Sie verglich die Teilnahme mit einer Entdeckungsreise und erklärte, dass sie sich wie eine Astronautin fühlte, die ein digitales Universum erkundet.

Die Show zielte darauf ab, Geschäftsmodelle zu fördern. In der ersten Runde mussten die Teilnehmer ihre besten Fähigkeiten definieren, was Esther vor Probleme stellte. Sie zeichnete zwar Skizzen und plante Designs, hatte jedoch keine handwerklichen Fähigkeiten im Nähen oder Schneiden. Glücklicherweise bewertete die Jury nicht die technische Ausführung, sondern die Fähigkeit, die Stücke effektiv auf dem Laufsteg zu präsentieren – ein Bereich, in dem Esther glänzte.

Die beeindruckendsten Momente der Show

Ein besonderer Moment ereignete sich während einer Challenge zur Haute Couture im Musée des Arts Décoratifs. Dort entwarf Esther ein traumhaftes Prinzessinnenkleid aus Tüll und Pailletten. Sie fühlte sich wie ein 12-jähriges Mädchen, das die kühnsten Ideen umsetzen konnte. Dieser Tag zeigte ihr, dass sie nicht immer nur marktorientiert arbeiten muss, sondern gelegentlich ihrer Seele folgen sollte. Die Teilnahme an der Show gab ihr den Mut, neue Entscheidungen zu treffen, und erinnerte sie daran, dass die besten Ideen oft in der kindlichen Fantasie liegen.

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