Café · Berlin · ⭐ 8.9/10 · 824 Bewertungen · aktualisiert: 2026-08-10 15:48:08
Adresse: Stresemannstraße 107, 10963 Berlin-Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Deutschland
Die Ecke zwischen Kreuzberg und Mitte, in der Coffee and Cookies steht, ist eine der unwirtlichsten der Innenstadt: breite Straßen, Bürofassaden, Gedenkorte, dazwischen der Verkehr Richtung Potsdamer Platz. Es ist genau die Gegend, in der man normalerweise in eine Kette flüchtet. Stattdessen findet man hier einen Laden, der aussieht wie die Lounge eines guten Hotels — bequeme Sessel, große Tische, warmes Licht — und der ohne Reservierung, ohne Konzeptmanifest und ohne Türsteher funktioniert.
Höhepunkte
- Ein Interieur im Stil der 1920er, das Gäste regelmäßig mit einer Fünf-Sterne-Hotellobby vergleichen — Sessel, in denen man tatsächlich sitzen bleibt.
- Große Tische statt Bistro-Tischchen: eine der praktischsten Arbeitsadressen zwischen Potsdamer Platz und Kreuzberg.
- Kostenloses WLAN und ein Publikum, das offensichtlich zum Bleiben kommt.
- Bagel-Sandwiches, Cheesecake und Pastéis de nata — die drei Dinge, die hier immer wieder genannt werden.
- Plätze draußen, was in dieser Gegend selten und angenehm ist.
- Vegetarische und vegane Optionen ohne Aufhebens.
Was in der Tasse ist
Hier ist Ehrlichkeit angebracht: Coffee and Cookies ist keine Specialty-Bar, die ihre Röstereipartner öffentlich macht, und das Haus tritt auch nicht mit diesem Anspruch auf. Es gibt keinen Trommelröster im Hinterhof, keine wechselnde Einzelherkunft auf der Tafel und kein Filterprogramm mit fünf Zubereitungsarten. Was es gibt, ist ein sauber gezogener Espresso als Basis für die Getränke, die hier tatsächlich bestellt werden — Cappuccino, Latte, Flat White —, und der wird von Gästen regelmäßig als einer der besten in dieser Ecke der Stadt bezeichnet.
Für die meisten Besuche ist das die richtige Kalibrierung. Wer sich zwei Stunden mit dem Laptop hinsetzt, will keinen aufregenden, sondern einen verlässlichen Kaffee, der auch bei der zweiten und dritten Tasse noch funktioniert. Milchalternativen sind vorhanden, und wer Tee statt Kaffee möchte, wird ebenfalls bedient. Wer dagegen ein Gespräch über Fermentation und Ernteperioden sucht, ist zwei U-Bahn-Stationen weiter in Kreuzberg besser aufgehoben — und sollte sich dort auf einen deutlich engeren Stuhl einstellen.
Wer dahintersteht
Über die Menschen hinter dem Laden ist wenig veröffentlicht, und wir erfinden hier nichts dazu. Coffee and Cookies ist ein unabhängiges Café ohne Kette im Rücken, das sich nach außen praktisch nur über seinen Instagram-Kanal äußert — dort läuft die Kommunikation, nicht über eine Firmenseite mit Gründungsgeschichte.
Was sich beobachten lässt, ist die Handschrift: Jemand hat Geld und Gedanken in die Einrichtung gesteckt statt in Marketing, hat große Tische und echte Sessel gekauft, wo andere Barhocker aufgestellt hätten, und hat sich für einen Namen entschieden, der das gesamte Versprechen enthält. Das Personal wird von Gästen durchweg als freundlich und hilfsbereit beschrieben — in einem Laden, der von wiederkehrenden Arbeitsgästen lebt, ist das kein Nebenaspekt, sondern das Geschäftsmodell.
Wofür es sich eignet
Arbeiten mit Laptop. Das ist der Hauptgrund und der eigentliche Wert dieser Adresse. Kostenloses WLAN, große Tische, auf denen Rechner, Notizbuch und Tasse gleichzeitig Platz haben, und Sessel, die auch nach einer Stunde noch bequem sind. Remote arbeitende Gäste, Studierende und Leute mit Termin am Potsdamer Platz sind hier die Stammbesetzung. Wer Steckdosen braucht, sollte einen Blick auf die Plätze an den Wänden werfen und dort ansteuern; in der Raummitte ist man auf den eigenen Akku angewiesen.
Ein Treffen zu zweit oder zu dritt. Funktioniert besser als in den meisten Kreuzberger Cafés, schlicht weil die Tische groß genug sind, um etwas darauf abzulegen. Für ein Arbeitstreffen mit Unterlagen ist das der Unterschied zwischen möglich und unmöglich.
Frühstück vor einem Termin oder einer Zugfahrt. Die Lage an einer S-Bahn-Station und in Laufweite mehrerer Museen macht das Haus zum natürlichen ersten Stopp des Tages — mit Bagel und Kaffee, bevor der Rest beginnt.
Pause zwischen zwei Gedenkorten. Topographie des Terrors, Gropius Bau und die Reste des Anhalter Bahnhofs liegen alle in Gehweite. Nach eineinhalb Stunden Ausstellung ist ein bequemer Sessel mehr wert als jede Sehenswürdigkeit.
Weniger geeignet: für ruhige, konzentrierte Stunden zu Stoßzeiten. Der Raum wird bei Andrang laut, und die Akustik einer Lounge ist nicht die einer Bibliothek. Und für ein großes Abendessen ist es der falsche Ort — das Haus ist ein Tagescafé.
Der Raum
Der Raum ist das Argument. Die Einrichtung zitiert die Zwanzigerjahre — dunkle Töne, Samt und Messing im Detail, warmes Licht, Sessel mit Lehne statt Hocker —, und genau deshalb fällt bei Gästen so oft der Vergleich mit einer Hotellobby. Das Bemerkenswerte daran ist, dass die Ausstattung großzügig bleibt, ohne steif zu wirken: Man kommt in Turnschuhen herein, stellt den Rucksack ab und bleibt sitzen.
Draußen gibt es Plätze, die bei Sonne die erste Wahl sind. Und ein realistischer Hinweis zur Lautstärke: In den Spitzenzeiten füllt sich der Raum, und weil er von harten Flächen lebt, trägt der Schall. Wer Ruhe braucht, kommt in den Randstunden — dann ist es einer der angenehmsten Innenräume im Umkreis.
Mehr als Kaffee
Ja, hier gibt es richtiges Essen, und zwar in einer Form, die zu einem Arbeitstag passt: Bagel-Sandwiches, die als frisch und ordentlich belegt beschrieben werden, dazu Frühstücks- und Mittagsoptionen. Auf der süßen Seite sind es zwei Dinge, die immer wieder genannt werden — Cheesecake und Pastéis de nata, die portugiesischen Blätterteig-Puddingtörtchen. Und, dem Namen geschuldet, Cookies.
Vegetarisches und Veganes ist vorhanden. Die Auswahl ist überschaubar und nicht der Grund, warum man kommt: Das ist eine Theke, keine Restaurantküche. Für Frühstück, einen Mittagsimbiss zwischen zwei Terminen und etwas Süßes zum dritten Kaffee reicht sie vollkommen.
Wann kommen
Am frühen Morgen ist es hier am besten. Die Gegend lebt von Büros, das heißt: Vor Arbeitsbeginn und in der ersten Stunde danach bekommt man den Sessel, den man will, und den ruhigen Raum dazu. Zur Mittagszeit kommen die Büros, danach die Museumsgäste — und dann wird es voll und laut.
Das Wochenende hat einen anderen Rhythmus als die Woche: weniger Laptops, mehr Frühstück, mehr Besuch von außerhalb, und der Betrieb ist kürzer als an Werktagen. Wer den Laden als Arbeitsplatz nutzen will, plant deshalb besser einen Wochentag ein. Die aktuellen Zeiten stehen im Zeitplan-Block auf dieser Seite.
Anfahrt
Das Café liegt im nördlichen Zipfel von Kreuzberg, direkt an der Grenze zu Mitte, in dem Streifen zwischen Potsdamer Platz und dem historischen Gelände des Anhalter Bahnhofs. Die gleichnamige S-Bahn-Station ist wenige Schritte entfernt, der Verkehrsknoten Potsdamer Platz mit Regional-, S- und U-Bahn ist zu Fuß erreichbar, ebenso Möckernbrücke auf der anderen Seite.
Zu Fuß erreicht man von hier Topographie des Terrors, den Gropius Bau, das Tempodrom und — etwas weiter — Checkpoint Charlie. Es ist ein Viertel, das man durchquert, statt sich darin aufzuhalten; umso mehr lohnt sich ein Ort, an dem man tatsächlich ankommen kann.
Gut zu wissen
Erstens: Bestellt wird am Tresen, Karten- und kontaktlose Zahlung sind üblich. Zweitens: Wenn Sie zum Arbeiten kommen, kommen Sie früh — die guten Plätze mit Steckdose in Reichweite sind zuerst weg, und ab Mittag ändert sich der Charakter des Raums vollständig. Drittens: Bei Sonne sind die Außenplätze der beste Teil des Hauses, gerade weil die Umgebung sonst wenig zum Sitzen einlädt.
Und eine ehrliche Einordnung: Dieses Haus spielt nicht in derselben Liga wie die Berliner Röstereien, die für ihre Bohnen bekannt sind. Es gewinnt auf einer anderen Achse — Komfort, Platz, WLAN, Ruhe zu den richtigen Stunden und ein Raum, in dem man vier Stunden verbringen kann, ohne dass es unangenehm wird. In dieser Ecke der Stadt ist das mehr wert als jede Einzelherkunft.
Fragen und Antworten
Kann man hier mit dem Laptop arbeiten?
Ja, und das ist der Hauptgrund herzukommen. Kostenloses WLAN, große Tische und bequeme Sessel. Für Steckdosennähe die Plätze an den Wänden ansteuern und lieber früh kommen.
Gibt es WLAN?
Ja, kostenlos für Gäste.
Was sollte man essen?
Ein Bagel-Sandwich, wenn es herzhaft sein soll; Cheesecake oder ein Pastel de nata, wenn es süß sein soll. Cookies sind naheliegend — sie stehen im Namen.
Gibt es vegetarische oder vegane Optionen?
Ja, beides ist vorhanden, wenn auch in überschaubarer Auswahl.
Ist es laut?
Zu Stoßzeiten ja — der Raum trägt den Schall. In den Randstunden ist er einer der ruhigsten und angenehmsten in der Gegend.
Kann man draußen sitzen?
Ja, es gibt Außenplätze, und bei Sonne sind sie die erste Wahl.
Wie kommt man hin?
Über die S-Bahn-Station Anhalter Bahnhof, wenige Schritte entfernt, oder zu Fuß vom Potsdamer Platz beziehungsweise von Möckernbrücke.
Ist es eine Specialty-Coffee-Adresse?
Nein, und das gibt das Haus auch nicht vor. Der Espresso ist gut und verlässlich, aber es gibt keine veröffentlichte Rösterei-Partnerschaft und kein Filterprogramm. Der Reiz liegt im Raum und im Komfort.
Öffnungszeiten
| Tag | Zeiten |
|---|---|
| Montag | 08:00–17:00 |
| Dienstag | 08:00–17:00 |
| Mittwoch | 08:00–17:00 |
| Donnerstag | 08:00–17:00 |
| Freitag | 08:00–17:00 |
| Samstag | 09:00–15:00 |
| Sonntag | 09:00–15:00 |
Fotos





Gästebewertungen
Bewertungen zuletzt aktualisiert: 2026-08-10 15:48:08
Die Daten werden monatlich aktualisiert. Quellen: berlinka.info sowie redaktionelle Auswahl anhand von Bewertungen.
Atmosfer çok iyi, iç mekan tasarımı harika ve konforlu. Sandviçler lezzetli, kahve başarılı. Tekrar gelinir.
Відвідав Берлін холодної весни з температурою 5 градусів і справді замерз мій азійський ніс, який просто не міг витримати холоду і шукав гарну кав'ярню. Знайшов це місце завдяки вражаючим відгукам у Google і вирішив поїх…